Lange flüssiger Seifenleim
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Einige Öle wie Kokosöl und Rizinusöl können den Seifenleim schneller andicken lassen,
während andere wie Olivenöl und Palmöl den Prozess verlangsamen.​
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Die richtigen Zutaten:
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Wichtig ist die Verwendung von ölsäurereichen Ölen und ein höherer Anteil an weichen, flüssigen Ölen, wie z.B. Sonnenblumenöl, Distelöl, Avocadoöl, Traubenkernöl, Kokosöl oder Gänsefett.
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Als hartes Basisöl eignet sich sehr gut ein hoher Olivenölanteil von ca. 30 % - 40 %.
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Weniger als 40 % feste Fette verwenden. Gut eignen sich z.B. Schweineschmalz, Kokosfett, Palmöl.
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Etwas mehr destilliertes Wasser verwenden, insges. 38 %.
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Puderzucker oder Sorbitol (Zuckeraustauschstoff) hält den Seifenleim länger geschmeidig und fließfähiger und unterstützt das Schaumverhalten, 2 TL auf 500g Gesamtfettmenge in das destillierte Wasser geben. Damit später wieder alles fest wird, genau so viel Salz als „Seifenhärter“ zugeben.
Die richtige Verarbeitung:
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So kühl wie möglich arbeiten, max. 26°C - 28°C Arbeitstemperatur. Je kühler Lauge und Fett beim Zusammenrühren ist, desto langsamer kommt der Verseifungsprozess, sprich das Andicken des Leims, in Gang und desto länger bleibt der Seifenleim flüssig.
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Je höher die Überfettung, desto flüssiger wird der Seifenleim.
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Nicht zu lange pürieren! Lieber mit dem Rührlöffel etwas länger rühren. Bei manchen Rezepten zeichnet der Seifenleim schon nach 10-15 Sekunden. Je mehr Ölivenöl, desto länger könnte es dauern.
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Den Seifenleim schnell verarbeiten.
Das sollte man vermeiden:
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auf Sheabutter, Babassuöl, Reiskeimöl, Palmöl, Frittierfett, Kakaobutter, Lorbeeröl, Lanolin, Mangobutter, Ucuubabutter, Rindertalg oder Bienenwachs besser verzichten, nur wenig Rizinusöl verwenden.
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Kein andickendes Parfümöl oder Ätherisches Öl verwenden. Vorsicht bei Citrusdüften und blumigen Düften!
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Vorsicht bei gemahlenen Pflanzenmehlen, da diese ordentlich Wasser ziehen. Auch Zusätze wie Tonerde, Honig oder Stearinsäure dicken den Seifenleim an.